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Über die Beratungsstelle Brandverhütung

Simon Schmeisser

Leitender Brandschutzbeauftragter

derzeit unbesetzt

 Praktikant/in Brandschutzbeauftragte/r

Die Beratungsstelle Brandverhütung und Katastrophenschutz Heidelberg/Rhein-Neckar wurde 2009 von Berichterstattung zur Gründung 2009Berichterstattung zur Gründung 2009Simon Schmeisser gegründet. Seit dieser Zeit bieten wir die kostenfreie Brandschutzberatung von Privathaushalten, aber auch kostenpflichtige Vorträge an. Zudem führen wir immer wieder Aktionen, unter anderem im Rahmen der Brandschutzaufklärung durch. Seit 2018 engagieren wir uns auch im Bereich der Brandschutzforschung, hier mit dem Schwerpunkt auf den Brandschutz im Haushalt/ Katastrophenschutz (Selbsthilfefähigkeit).

Die Beratungsstelle Brandverhütung und Katastrophenschutz wird nicht ehrenamtlich, sondern nebenberuflich an einem Tag in der Woche betrieben. Zusätzlich gibt es gesonderte Termine, sei es durch Lehraufträge und Beratungen vor Ort. Die nebenberufliche Struktur der Beratungsstelle Brandverhütung und Katastrophenschutz Heidelberg/Rhein-Neckar wird unter anderem durch Einnahmen aus den kostenpflichtigen Vorträgen finanziert. Durchschnittlich haben wir 10 bis 15 Lehraufträge im Jahr, bei denen wir über Volkshochschulen und anderen Bildungseinrichtungen, Vorträge und Kurse durchführen. Die Beratungsstelle Brandverhütung und Katastrophenschutz Heidelberg - Rhein-Neckar gehört zum Unternehmen Simon Schmeisser, im Eigentum von Simon Schmeisser.

Seit der Gründung der Beratungsstelle Brandverhütung und Katastrophenschutz Heidelberg/Rhein-Neckar haben wir weit über 140 Veranstaltungen und Vorträge angeboten und durchgeführt. Teils quer durch die gesamte Bundesrepublik Deutschland.

 

   

Unser Einsatzgebiet ist die Metropolregion Rhein-Neckar und darüber hinaus:

Vision zur Brandverhütung

Durch einen guten Vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen."  Zitat: Simon Schmeisser- These "VB-ein Weg aus der Feuerwehrkrise" Zeitschrift Feuerwehr

von Simon Schmeisser

Mehrere hundert Brandtote, tausende von teilweise schwerst brandverletzten Menschen, sind jedes Jahr in Deutschland zu verzeichnen. Die überwiegende Zahl der Opfer sind hierbei im privaten Haushalt zu verzeichnen. Doch wie ist es um die Brandverhütung im privaten Haushalt bestellt? Schaut man sich die Brandverhütung an, so wird man hier mit Ausnahme der Rauchwarnmelderpflicht, keine Bemühungen feststellen können. Hier zu Veränderungen bei der Opferzahlen zu kommen. Zumal die Rauchwarnmelderpflicht im Baurecht so ausgestaltet ist, das sie im Prinzip mit keinen Sanktionen verbunden ist. Ob und wie die Rauchwarnmelderpflicht in Deutschland umgesetzt wird, obliegt ausschließlich den Privathaushalten. Das im Grunde auch nicht falsch, aber nicht ausreichend.

Wie Studien aus England, aber auch aus den USA zeigen, ist die Montage von einem Rauchwarnmelder nicht mal das große Problem. Vielmehr ist das Problem, dass es oftmals Probleme gibt, wenn es um den Austausch der Batterie vom Rauchwarnmelder geht oder um die Montage. Eine Rauchwarnmelderpflicht, die leider oftmals als Allheilmittel gesehen wird, ist mit vielen Problemen behaftet. So hat die Stadt New York zum Beispiel eine Installationsquote von rund 97 Prozent, wobei aber rund 33 Prozent der Rauchwarnmelder nicht betriebsbereit sind. In England hat man sogar über 40 Prozent an Rauchwarnmeldern, die nicht betriebsbereit sind. Fehlende Batterien, falsche Montage und Fehlauslösungen sind da nur einige der Gründe. Die Stadt New York versucht diesen Entwicklungen, Einhalt zu gebieten. In dem es zum einen über eine eigene Abteilung verfügt, die sich ausschließlich mit der Aufklärung der Bevölkerung beschäftigt. Zudem werden teilweise bis zu 100.000 Batterien für Rauchwarnmelder, kostenlos verteilt.

 

Rauchwarnmelder alleine, sind aber auch in anderer Hinsicht keine Lösung. Hier darf nämlich das Verhalten von Menschen in einem Brandfall nicht vernachlässigt werden. So zeigen Studien hier:

Auszug: Menschliches Verhalten und andere Ursachen für Brandopferzahlen bei Wohnungsbränden in Neuseeland nach Miller 2005:

Verhalten/Ursache
1: Brand nicht oder zu spät bemerkt - Opfer: 51 (39,2 %)
2: Flucht wegen Alter oder Behinderung nicht bemerkt - Opfer: 26 (20 %)
3: Flucht versucht, aber vom Brand eingeholt - Opfer: 23 (17,7 %)
4: geflüchtet/gerettet, später an Verletzungen verstorben - Opfer: 14 (10,8 %)
5: eigener gescheiterter Versuch zur Brandbekämpfung - Opfer: 7 (5,4 %)
6: sich selbst zum Brand begeben - Opferzahl: 5 (3,6 %)
7: Flucht wegen Behinderung nicht möglich- Opferzahl: 4 (3,1 %).

Quelle: Miller 2005 - Auszug Forschungsbericht 145, Institut der Feuerwehr Sachsen- Anhalt

Wie man anhand einer solcher Studien erkennen kann, stirbt die Mehrzahl der Menschen anhand von falschem Verhalten im Brandfall. Ein richtiges Verhalten der Bevölkerung im Brandfall, wird man aber nur dann erreichen, wenn man die Bevölkerung über das richtige Verhalten aufklärt. Und das nicht nur einmalig, sondern wiederholt das richtige Verhalten, sei es durch Informationsstände, durch Beiträge in Zeitungen und im Internet, aber auch in Flyer-Aktionen in Erinnerung ruft. In Deutschland sind wir von einer organisierten Brandschutzaufklärung noch weit entfernt. Wobei man die Notwendigkeit der Aufklärung nicht nur auf den Brandschutz beschränken darf, sondern generell auf die Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung. Dazu gehört zum Beispiel das Vorhandensein von Lebensmittel, aber auch Hilfsmittel wie einem Kocher, einem Radio, Taschenlampen, die in einem Notfall hilfreich sein können. Vom Wissen zum richtigen Verhalten, sei es bei einem Unwetter, bei einem Stromausfall oder einem Simon Schmeisser plädiert für eine organisierte Brandschutzaufklärung. Nur so schützen wir Leben! Immer mehr Feuerwehrfahrzeuge, lösen unser Problem nicht.Simon Schmeisser plädiert für eine organisierte Brandschutzaufklärung. Nur so schützen wir Leben! Immer mehr Feuerwehrfahrzeuge, lösen unser Problem nicht.anderen Ereignis, gar nicht zu reden. Leider beschränkt sich in Deutschland oftmals die Sicherheitsdebatte darauf, in dem man Ausrüstung, wie Fahrzeuge beschafft. Und damit dann der Bevölkerung suggeriert, die Sicherheit der Bevölkerung ist jetzt verbessert. Diese Ansicht teile ich nicht. Mit mehr und neuen Fahrzeugen und Ausrüstung, verbessert man die Möglichkeit auf einen Notfall zu reagieren. Man verhindert aber nicht den Notfall! Und genau das ist der Fehler. Wir vernachlässigen diese Möglichkeit und beschränken uns ausschließlich darauf, auf einen Notfall reagieren zu können.

Dieser Ansatz ist fahrlässig, gerade in Deutschland. In Deutschland sind weite Teile der Gefahrenabwehr ehrenamtlich organisiert. Seit Jahren sind aber die Zahlen im Ehrenamt, wie zum Beispiel bei den Freiwilligen Feuerwehren rückläufig. Fehlendes Interesse, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und viele weitere Gründe, sind dafür verantwortlich. Initiativen die Gefahrenabwehr fit für die Zukunft zu machen, sind kaum erkennbar. Da mal eine "Feuerwehr-Rente", da mal ein bisschen "Aufwandsentschädigung" oder neue "Ausrüstung", sind die Ansätze, deren Erfolg man aber bezweifeln kann. Gerade aufgrund dieser Problematiken in der Gefahrenabwehr, ist es wenig nachvollziehbar, warum man nicht mehr auf Aufklärung setzt. Und hierbei dann darauf, dass es überhaupt nicht erst es zu einem Notfall kommt.

Ansetzen müssen wir in der Vorbeugung durch Aufklärung, durch Brandschutzaktionen. Da die Feuerwehren in Deutschland diese Notwendigkeit nicht erkennen, können sie aktuell schwer ein verlässlicher Partner sein. Daher wäre es wünschenswert, wenn es hier private Initiativen wie die Beratungsstelle Brandverhütung und Katastrophenschutz Heidelberg/ Rhein-Neckar geben würde. Würde es hier eine flächendeckende Struktur an Beratungsstellen in Deutschland geben, könnte man den Brandschutz nachhaltig und deutlich verbessern.

Seit 2010 wirbt Simon Schmeisser für eine organisierte Aufklärung: Fachartikel findet man hier.